Seit einem halben Jahr sind wir jetzt zu Viert. Und irgendwie tut mir der Babysohn leid.

Aus den ersten Lebensjahren vom Tochterkind gibt es so viele Fotos, Videos und Texte. Alles habe ich dokumentiert. Darunter so Perlen wie 10-minütige Videos von ihr, deren Haupthandlung daraus besteht, dass sie ihren Kopf von links nach rechts dreht untermaltvon begeisterten Kommentare unsererseits. Beim Babysohn muss ich mich manchmal bewusst daran erinnern Fotos zu machen. Das liegt auch daran, dass ich mit zwei Kindern, drei Taschen und zu vielen Jacken und Schuhen meist nicht dran denke die Kamera mit zunehmen. Dafür ist kein Arm frei. Und das ist wohl ganz gut so. Wer weiß, wo ich sie sonst vergesse. Im absolut hektischen Alltag zwischen Uni, Kindegarten, Spielplatz und Haushalt bleibt keine Zeit und auch kein Kopf für sentimentale Gedanken.

Der Babysohn ist also bereits 6 Monate alt. Oder fast… und es gibt so vieles was ich eigentlich gerne dokumentieren würde. Festhalten für mich, für ihn. Vom Warten auf ihn, von der Hausgeburt, von Geschwistern, Eifersucht und Liebe, von Stillen und Abstillen und vom Arbeiten mit Kind.

Also starte ich einen neuen Anfang.

Immer noch als Doktorandin, aber als Mutter von zwei. Immer noch mit Fernweh, multikultureller Familie und ganz neuen Herausfoderungen, schließlich ist die Tochter inzwischen schon 4.

Also auf geht`s.

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